Pierre Viret
Der 1511 in Orbe geborene Pierre Viret ist zweifellos der bekannteste Sohn der Stadt und zudem eine wichtige Figur der Reformation. Als einziger französischsprachiger, in der Westschweiz gebürtiger Reformator hinterliess Viret ein bedeutendes Werk.
Pierre Viret stammt aus einer Handwerkerfamilie. Schon als Kind ist er begabt und setzt seine Studien nach Abschluss der Schule in Orbe im Collège de Montaigu in Paris fort. Dort kommt er dank den Werken Martin Luthers erstmals mit den Ideen der Reformation in Berührung. 1530 kehrt er nach Orbe zurück, wo ihn Guillaume Farel dazu überredet, Prediger zu werden. 1531 hält er in der protestantischen Kirche von Orbe seine erste Predigt. Die Berner Obrigkeit ernennt ihn zum Pfarrer, und er reist durch das ganze Land, um den neuen Glauben zu verbreiten. In Lausanne leitet er 23 Jahre lang die reformierte Kirche.
Auf der Flucht vor Verfolgung und Verboten verbringt er seine letzten Lebensjahre unter der Protektion der Königin von Navarra, Jeanne d’Albret, und unterrichtet bis zu seinem Tod im Jahr 1571 an der Akademie in Orthez.
Zum 500. Jubiläum seiner Geburt werden im Jahr 2011 zahlreiche festliche Anlässe veranstaltet.













