Johann Heinrich Pestalozzi
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) lebte zwanzig Jahre lang im Schloss von Yverdon-les-Bains, wo er von 1805 bis 1825 auch sein Erziehungsinstitut leitete. Parallel dazu gründete er eine weitere Einrichtung für mittellose Kinder und Blinde.
1804, zehn Monate nach der Gründung des Kantons Waadt, bat der Stadtrat von Yverdon-les-Bains Pestalozzi, sich hier niederzulassen.
Man stellte ihm das Schloss unentgeltlich zur Verfügung, um darin zu wohnen und Bürgerkinder zu unterrichten. Endlich konnte Pestalozzi sein Lebensziel verwirklichen. Er ist 58 Jahre alt, hat eine für das Schicksal der Menschheit ganz entscheidende Epoche durchlebt, die kühnsten Träume davon übernommen und persönlich grosse Fehlschläge erlitten, bevor er einen neuen Weg einschlägt, den einzigen, der in seinen Augen eine Daseinsberechtigung hat: die Erziehung.
Ihm zu Ehren wurde in der Altstadt von Yverdon-les-Bains auf dem Platz, der seinen Namen trägt, eine Statue errichtet. Ausserdem sind ihm ein Dokumentationszentrum und ein Raum im Schloss gewidmet. Die Stadt Yverdon-les-Bains ist noch heute geprägt von der Grosszügigkeit dieses aussergewöhnlichen Mannes.













